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Das Blogprojekt: Blogtipps für Einsteiger ruft dazu auf, dass man neuen Bloggern Tipps gibt, worauf sie beim vor allem am Anfang des Bloggens achten sollen.
Da es besser zum Thema meines Blogs passt, möchte statt vieler kleiner Tipps, die bereits von vielen anderen gegeben werden und von denen sehr viele auch sehr wichtig und fundiert sind, lieber nur einen einzigen veröffentlichen, der dafür eher in Richtung HowTo geht.

Ich möchte heute einmal vorstellen, wie einfach man sein eigenes Wordpress-PlugIn zu entwickeln kann.

Mein Tipp lautet also: entwickelt eure eigenen Wordpress-PlugIns, benutzt sie selbst und veröffentlicht sie.

Natürlich muss man ein wenig mit PHP-Programmierung auskennen - aber PHP ist eine sehr einfach zu erlernende Programmiersprache und deshalb auch für den Anfänger ideal geeignet.
Ein gutes Einsteiger-Tutorium gibt es hier.

Auch wenn man noch kein eigenes Wordpress-PlugIn programmiert hat, haben die meisten sicherlich schon mal ein Installiert. Also wissen die meisten wohl auch schon, dass es in der Wordpress-Verzeichnisstruktur gibt es einen Ordner, in dem sich alle PlugIns befinden.

Dieser Ordner liegt in folgendem Verzeichnis:

wp-content/plugins

Ich rate übrigens dazu, dass man das PlugIn nicht an seinem laufenden-Blog entwickelt, da sich etwaige Fehler dann direkt auswirken. Entweder installiert man in einem anderen Verzeichnis – oder Server ein andere Wordpress, oder man benutzt eine lokale Entwicklungsumgebung.

Bevor man mit dem PlugIn startet sollte man sich durchaus schon mal ein paar Gedanken zum Umfang des PlugIn machen. Werden mehrere Dateien benötigt? Oder ist die Modifikation so gering, dass man nur eine einzige Datei benötigt? Je nachdem kann man diese Einzel-Datei direkt in dem PlugIn Verzeichnis ablegen, oder man legt ein Unterverzeichnis an, in dem man seine Dateisammlung ablegt.

Egal wie man sich letztlich entscheidet irgendwie muss man Wordpress dazu überreden, dass es sich um ein PlugIn handelt.

Man legt für diesen Zweck eine PHP-Datei an – entweder im direkt Plugin-Verzeichnis, oder eben in dem neu angelegten Ordner. Für dieses kleine Mini-HowTo reicht es natürlich eine einzige Datei im Hauptverzeichnis anzulegen:

touch howto.php

Damit Wordpress diese Datei als PlugIn erkennen kann muss die auf eine bestimmte Art ausgewiesen werden. Folgender Kommentar block muss dafür eingerichtet und mit den eigenen Daten gefüllt werden.

< ?php
/*
Plugin Name: howto
Plugin URI: http://guxx.de/
Description: Ein kleines PlugIn um zu zeigen, wie einfach
Wordpress-PlugIns entwickelt werden können
Version: 1.0
Author: Juniperus
Author URI: http://guxx.de
*/
?>

Auch wenn das PlugIn noch nichts macht, so wird es nun bereits in der Wordpress-Konfiguration als noch nicht aktiviertes PlugIn angezeigt. Auch aktivieren des PlugIns ist möglich.

Eigenes Wordpress Plugin

Das Plugin dieses Mini-HowTo’ soll natürlich auch eine Funktion haben. In diesem Fall soll sämtlicher Text in Posts in Kleinbuchstaben umgewandelt werden.

Das ganze Wordpress-System ist mit Hilfe eines Hook-Systems realisiert. Das bedeutet, dass man sich an „Haken“ zu bestimmten Themen einhängen kann. Diese „Haken“ sind dann nocheinmal kategorisiert. Es gibt nämlich action-Haken und filter-Haken.

Aktion-Haken werden immer dann aufgerufen, wenn im Blog eine bestimme Aktion geschieht. Beispielsweise, wenn ein Fehler auftritt, ein Artikel gespeichert oder editiert wird.

Filter-Haken werden verwendet um (wie der Name schon sagt) etwas zu filtern.
In der Regel handelt es sich dabei um Zeichenketten, die an irgendwo im Blog angezeigt werden. Einer dieser Filter ist zum Beispiel der „the_post“ Filter. Dieser wird aufgerufen, wenn die Artikel dargestellt werden sollen. Also gernau das richtige für das Plugin dieses Howtos.

Nun wird Wordpress mitgeteilt, welchen Haken man einhängen möchte und was dieser tun soll. Das wird folgendermaßen erledigt:

function mach_klein($text)
{
	return strtolower($text);
}
add_filter ( 'the_post', 'mach_klein');

Das war es damit schon für diese (zugegebenermaßen) kleine PlugIn. Ich hoffe aber, dass es Ideen für das Machbare anregt. ;-)
Eine sehr schöne Übersicht über die verschieden Haken bekommt man übrigens hier.

Darüber hinaus empfehle ich die offizielle Wordpress-Dokumentation.

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